Theater
Tempus fugit:
Die Stadt aus Sicht der Kinder
In der Kreativwerkstatt entsteht ein Skulpturenweg
Wie sieht die eigene Stadt durch die Augen von Kindern aus? In der Kreativwerkstatt der zweiten Osterferienwoche geben sie darauf ihre ganz eigenen Antworten – mit Draht, Papier und viel Fantasie. Das Projekt hat sich inzwischen zu einer festen Institution entwickelt, die Kinder unterschiedlicher Hintergründe zusammenbringt. Geleitet wird die Werkstatt in diesem Jahr von Mio Trillitzsch, unterstützt von Lilo Schlitt und Emma Hobrecker sowie den anderen Mitgliedern des Spielzeitteams 25/26. Das Angebot ist kostenlos, inklusive ganztägiger Verpflegung – ein wichtiger Faktor, um möglichst vielen Kindern die Teilnahme zu ermöglichen.
Im Mittelpunkt stand die Frage nach Orten, die für Kinder in der Stadt Bedeutung haben. Gemeinsam erkundeten sie Supermärkte, die Stadtbibliothek, das Museum Dreiländereck, Burghof, Unterführung bei der S-Bahn und Rosenfelspark. Die Perspektiven sind dabei sehr unterschiedlich: Während der Supermarkt für Süßigkeiten steht und die Bibliothek für Geschichten, bleibt die Unterführung für manche ein unangenehmer Ort. Der Rosenfelspark hingegen bedeutet vor allem Freiheit und Bewegung. „Was fehlt, sind dritte Orte“, sagt Lilo Schlitt. Gemeint sind Räume neben Schule und Zuhause, in denen Kinder sich aufhalten können, ohne etwas kaufen zu müssen – ein Mangel, der sich aus ihrer Sicht weiter verschärft hat.
Aus den Eindrücken der Woche entstanden Skulpturen, die nun genau an diesen Orten zu sehen sind: ein Elefant, ein Baum und eine Schildkröte im Rosenfelspark, eine Rakete an anderer Stelle, sogar eine kleine Kanalisation für die Unterführung. Inspiration lieferten dabei nicht nur eigene Erlebnisse, sondern auch Medien – etwa ein Bericht über den Astronauten Alexander Gerst.
Zum Abschluss der Woche werden die Kunstwerke Teil eines gemeinsamen Rundgangs: Am Freitagnachmittag erkunden die Kinder zusammen mit ihren Eltern den entstandenen Skulpturenweg – und zeigen, wie sie ihre Stadt sehen.






Das Jahrespraktikum am Theater Tempus fugit 2026/27
Wir bieten ein vergütetes, 12-monatiges Praktikum am Theater an. Interessierte haben die Möglichkeit, einen Schwerpunkt Medien zu setzen. Das Praktikum richtet sich an junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren und findet in unserem Spielzeitteam statt, das aus bis zu 12 Personen besteht. Bei Interesse schicke deine Bewerbung mit Lebenslauf, Motivationsschreiben und Zeugnissen ausschließlich in einer PDF-Datei an: bewerbung@fugit.de

Füchse lügen nicht, Foto: Luzie Kühn
Seit Februar diesen Jahres gibt es die Improtheater-Gruppe an unserem Haus. Sie richtet sich an alle Altersgruppen und es bedarf keine Theatererfahrung. Der Spaß steht im Mittelpunkt, eine Aufführung ist nicht geplant und eine regelmäßige Teilnahme wird auch nicht vorausgesetzt. Derzeit gibt es noch die Möglichkeit zum Mitmachen.
Montags 18.30 – 20.30 Uhr
Theater Tempus fugit
Beitrag: Spende € 2 pro Besuch gewünscht.
Bei erstmaligen Besuch Anmeldung über info@fugit.de

Theater Tempus fugit wird 30 Jahre. Wir schauen zurück und blicken auf die Zukunft. Mit einem Festival vom Samstag 26. bis Mittwoch 30 Juli. Es gibt ein umfangreiches Programm für Jung und Alt mit Workshops, Theater und Musik. Zugleich verabschiedet sich das Theater mit einer Abschlussperformance „Und Tschüss!“ in die Sommerpause.
Angefangen hat alles mit einer Gruppe, die vor einer Garage aufgetreten ist. Heute arbeitet bei Theater Tempus fugit ein professionelles Team in einem eigenen Theaterhaus. Unverändert bleiben die Begeisterung, der Antrieb, die Flexibilität und die Veränderbarkeit. Tempus fugit – die Zeit rennt und jede*r fragt sich, wo ist sie hin? Das Theater Tempus fugit hat Künstler*innen hervorgebracht, Kinder und Jugendliche gestärkt und ihnen eine Stimme gegeben.
Unsere Theaterleiterin Karin Maßen ist Motor und Herz des Theaters: Sie ist unerschrocken, unermüdlich, mit messerscharfen Verstand, mit künstlerischer Expertise und Experimentierfreude. Für sie steht das Ensemble im Mittelpunkt der Arbeit. Das Theater ist ein Ort in dem selbstverständlich Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterschiedlichster Herkunft und Hintergründe künstlerische Formate ausprobieren können, gemeinsam spielen, musizieren und tanzen.
Wir laden Sie ein, in unser „ZeitKarussell-Festival“ einzusteigen. Lassen Sie sich mitschwingen, durchleben sie mit uns die Hoch- und Tiefpunkte der vergangenen 30 Jahre und die Vielfalt der Theaterformen. Eins können wir versprechen: Das Theater Tempus fugit mit dem „ZeitKarussell-Festival“ ist wirbelig, magisch, stellt in Frage und auf den Kopf.

Am 25. 2. 2025 wurde das Theater in Budapest in das internationale Netzwerk aufgenommen. Nach der Präsentation der vielfältigen Aktivitäten und die Nähe zu sozialen und gesellschaftlichen Themen fiel das Votum einstimmig aus: Neben „Roots & Routes Cologne“ (RRCGN) ist das Theater Tempus fugit der zweite deutsche Repräsentant. In diesem Netzwerk arbeiten europäische und spartenübergreifende Kulturorganisationen thematisch zusammen und formulieren gemeinsame Projektförderungen. Dien Non-Profit Organisation Tête de l’Art aus Marseille hatte das Theater für dieses internationale Forum vorgeschlagen.

präsentiert „Füchse lügen nicht“ im Jugendhaus Rheinfelden
Inklusive Theater-Werkstatt
Hast du Lust andere Menschen nach ihrem Lebens-Weg zu fragen? Möchtest du von deinem eigenen Lebens-Weg erzählen? Möchtest du mit anderen ein Kunstwerk daraus machen? In einer Theater-Werkstatt kannst du dich mit anderen Menschen treffen. Werkstatt bedeutet, dass du viel ausprobieren kannst. In einer Theater-Werkstatt bekommst du Theater-Werkzeuge. Die Werkzeuge sind Wörter, Geschichten, Geräusche oder Dinge. Mit den Werkzeugen kannst du deinen Weg erzählen. Wir helfen dir, die richtigen Werkzeuge auszusuchen. Wir laden besonders Menschen ein, die Lust haben, andere Leben kennenzulernen. Wir laden auch Menschen ein, die bisher wenig Kontakt zu Menschen mit Behinderung hatten. So können wir gemeinsam voneinander lernen und neue Erfahrungen machen.
Die Theater-Werkstatt „Lebens-Wege“ ist Teil des Projekts „Resonanzen“. Damit wollen wir Begegnungen zwischen verschiedenen Lebens-Welten fördern. Die Baden-Württemberg-Stiftung fördert „Resonanzen“.