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Blind

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Fotos: Thomas Quartier

Info

Zum Stück

Was ist passiert? Eben war alles noch ganz unbelastet. Fröhlich, ausgelassen, ausschweifend.
Jugendliche, die auf ein Festival fahren, Eltern, die gute Ratschläge hinterher schicken, sich einmischen- oder einfach nur viel Spaß wünschen. Es ist laut und es herrscht gute Stimmung .Doch dann passiert das Unerwartete. Es trifft nicht alle- nicht alle gleichzeitig- aber vieltönig ist der Ruf: „Ich bin blind!“ zu vernehmen.
Nichts ist im Dunkeln, alles ist hell, geblendet. Das Ergebnis ist dennoch dasselbe: Vollkommene Abhängigkeit. Angst und Furcht wachsen. Schon wird klar, dass diese Krankheit sich ausbreitet. Die Zahl der Betroffenen steigt. Immer wieder kommen Fremde dazu. Die Stadt, der Staat, die Regierung müssen reagieren. Das Festivalgelände wird zum Quarantänelager. Die Zahl der Insassen wächst.
Zunächst sind die Jugendlichen auf sich allein gestellt. Ein Kampf ums Überleben beginnt. Wie kann in einer solch neuen Situation Ordnung geschaffen werden? Welche Regeln sollen gelten- was verändert dies im Zusammensein, wer sorgt für ihre Einhaltung innerhalb des Systems? Wie kann das Chaos verhindert werden? Bieten sich Chancen für ein anderes Miteinander, eine neue Form der Achtsamkeit?
Seit September hat das Jugendtheater Lörrach zusammen mit der Regisseurin Karin Maßen diese Fragen aufgeworfen, ausprobiert, entwickelt und Szenarien dazu entworfen. Inspiriert von Motiven des Romans „Die Stadt der Blinden“ von José Saramago, ist dies ein ganz eigenes Stück geworden. Ihr Stück, das Chance und Verderben nicht mehr trennen kann. Bilder, Körper, Momentaufnahmen, Kurzdialoge, Wortfragmente, spiegeln Wut, Sehnsucht, Aggression und Zärtlichkeit.
Diese Eindrücke und das Spiel mit den Sinneseindrücken des Publikums nimmt der Musiker Benedikt Reising in seine Kompositionen mit auf. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, in die Zukunft und vor allem in das Jetzt. Die Formel: „Augen zu und durch“- trifft nicht mehr!

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